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Englisch für Hotellerie und Tourismus: Der vollständige Leitfaden

Englisch für Hotellerie und Tourismus: Der vollständige Leitfaden

Wer in der Hotellerie oder im Tourismus arbeitet, kommt an Englisch nicht vorbei. Ob an der Rezeption eines Fünf-Sterne-Hotels in München, in einem Gasthaus an der Nordsee oder als Reiseleiter in Berlin: Gäste aus aller Welt erwarten, dass man sie versteht und ihnen weiterhelfen kann. Doch gutes Englisch in dieser Branche bedeutet weit mehr als nur Vokabeln auswendig zu lernen. Es geht um Tonfall, kulturelles Feingefuehl und die Fähigkeit, selbst in stressigen Momenten professionell und herzlich zu kommunizieren. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Sprachkenntnisse Sie in der Hotellerie und im Tourismus wirklich brauchen, welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten und wie Sie Ihre Karriere mit gezieltem Englischtraining auf das nächste Level bringen.

Warum Englisch die Sprache der Gastfreundschaft ist

Die Tourismusbranche ist eine der am stärksten globalisierten Industrien der Welt. Allein Deutschland verzeichnet jährlich über 40 Millionen internationale Uebernachtungen. In Städten wie Berlin, München und Hamburg kommen Gäste aus den USA, Grossbritannien, China, Brasilien und Dutzenden weiterer Länder zusammen. Die gemeinsame Sprache, auf die sich fast alle verständigen können, ist Englisch.

Für Hotelmitarbeiter bedeutet das: Englisch ist kein optionales Extra, sondern ein grundlegendes Arbeitswerkzeug. Ein Rezeptionist, der einen amerikanischen Geschaeftsreisenden nicht versteht, verliert nicht nur diesen Gast, sondern riskiert auch negative Online-Bewertungen. Eine Servicekraft, die allergiebedingte Fragen zu Speisen nicht beantworten kann, gefaehrdet im schlimmsten Fall die Gesundheit eines Gastes. Ein Reiseleiter, der seine Geschichten nicht lebendig auf Englisch erzählen kann, wird schnell als langweilig wahrgenommen.

Die Anforderungen gehen dabei weit über Schulenglisch hinaus. In der Schule lernt man "How are you?" und "The weather is nice." In der Hotellerie braucht man Sätze wie "I'd be happy to upgrade your room, Mr. Johnson" oder "Let me check availability for a late checkout." Das ist Fachsprache, eingebettet in einen höflichen, serviceorientierten Ton.

Englischkenntnisse stehen dabei an erster Stelle der gewünschten Fremdsprachen. Wer also in der Branche Karriere machen will, ob als Hoteldirektor, Eventmanager oder Kreuzfahrt-Koordinator, kommt um solides Englisch nicht herum.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass "gutes Englisch" in der Hotellerie nicht perfekte Grammatik bedeutet. Es bedeutet, klar und freundlich zu kommunizieren, Probleme zu lösen und Gaesten das Gefühl zu geben, willkommen zu sein. Genau das macht den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem herausragenden Gastgeber aus.

Wortschatz für Rezeption und Empfang

Die Rezeption ist das Herzstück jedes Hotels. Hier findet der erste Kontakt statt, und der erste Eindruck entscheidet oft darüber, wie ein Gast seinen gesamten Aufenthalt bewertet. Rezeptionisten brauchen daher einen soliden Grundwortschatz, der weit über "Hello" und "Goodbye" hinausgeht.

Beim Check-in sind folgende Ausdrücke unverzichtbar:

Beim Check-out kommen andere Formulierungen zum Einsatz:

Wichtige Fachbegriffe, die jeder Rezeptionist kennen sollte, umfassen "vacancy" (freies Zimmer), "no vacancy" (ausgebucht), "single room" und "double room" (Einzel- und Doppelzimmer), "suite" (Suite), "late checkout" (später Check-out), "early check-in" (früher Check-in), "complimentary" (kostenfrei, als Serviceleistung des Hotels) und "amenities" (Annehmlichkeiten wie Pool, Spa oder Fitnessstudio).

Ein häufiges Problem deutscher Rezeptionisten ist die Verwechslung von "floor" und "story." Wenn ein Gast fragt "Which floor is the pool on?", meint er das Stockwerk. Der Begriff "ground floor" entspricht dem deutschen Erdgeschoss, während "first floor" im britischen Englisch das erste Obergeschoss meint, im amerikanischen Englisch aber das Erdgeschoss. Solche Unterschiede können für Verwirrung sorgen, wenn man sie nicht kennt.

Üben Sie diese Sätze laut und in verschiedenen Varianten. Ein Gast fragt nie genau so, wie es im Lehrbuch steht. Je flexibler Sie mit den Grundausdruecken umgehen können, desto souveraener wirken Sie an der Rezeption.

Englisch für Restaurant und Gastronomie

Das Restaurant ist ein Ort, an dem Sprache besonders wichtig wird, denn es geht um Genuss, aber auch um Gesundheit. Allergien, Unvertraeglichkeiten und religiöse Speisevorschriften müssen klar kommuniziert werden. Wer hier sprachlich unsicher ist, riskiert ernsthafte Probleme.

Beginnen wir mit der Begrüssung und Platzierung:

Bei der Bestellungsaufnahme helfen diese Formulierungen:

Das Thema Allergien verlangt besondere Sorgfalt. Ein Gast sagt vielleicht: "I'm allergic to nuts" oder "I have a gluten intolerance." Als Servicekraft müssen Sie solche Aussagen sofort verstehen und korrekt reagieren können: "Let me check with the kitchen to make sure this dish is nut-free." (Lassen Sie mich in der Küche nachfragen, ob dieses Gericht nussfrei ist.)

Wichtige Vokabeln für die Gastronomie umfassen "appetizer" oder "starter" (Vorspeise), "main course" oder "entree" (Hauptgericht), "dessert" (Nachspeise), "side dish" (Beilage), "dressing" (Salatsosse), "gravy" (Bratensaft, Sosse), "poultry" (Gefluegel), "seafood" (Meeresfruechte) und "dairy" (Milchprodukte).

Ein typisches Szenario: Ein britisches Ehepaar betritt Ihr Restaurant. Sie sagen: "Good evening, welcome. May I take your coats?" Nachdem sie Platz genommen haben, reichen Sie die Speisekarte: "Here are your menüs. Our specials tonight are on the first page." Einer der Gäste fragt: "Does the risotto contain any shellfish? My wife has an allergy." Sie antworten ruhig: "Let me confirm that with our kitchen right away. We take allergies very seriously." Genau diese Art von professioneller, empathischer Kommunikation macht den Unterschied.

Vergessen Sie auch nicht die Abrechnung: "Would you like the bill?" (in britischem Englisch) oder "Can I get you the check?" (in amerikanischem Englisch). Beides bedeutet dasselbe, doch je nach Gast sollten Sie flexibel sein.

Kommunikation im Housekeeping

Das Housekeeping-Team arbeitet oft im Hintergrund, doch die Kommunikation mit Gaesten ist unvermeidlich. Ob ein Gast zusätzliche Handtuecher braucht, ob ein Zimmer früher gereinigt werden soll oder ob ein technisches Problem gemeldet wird: Klare Verständigung ist essenziell.

Grundlegende Sätze für Housekeeping-Mitarbeiter:

Wichtige Fachbegriffe in diesem Bereich sind "linens" (Bettwaesche), "pillowcase" (Kissenbezug), "duvet" (Bettdecke), "mattress" (Matratze), "toiletries" (Toilettenartikel), "minibar" (Minibar), "laundry service" (Waescheservice), "dry cleaning" (chemische Reinigung) und "do not disturb" (bitte nicht stoeren).

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie klopfen an die Tür eines Zimmers, das auf Ihrer Reinigungsliste steht. Ein Gast öffnet, sichtlich verschlafen. Sie sagen: "Good morning. I'm from housekeeping. I can come back later if you'd prefer." Der Gast antwortet: "Actually, could you just leave some extra towels and a few bottles of water?" Sie antworten: "Of course. I'll bring those right away. Is there anything else you need?" Dieser kurze Dialog zeigt, wie wichtig es ist, höflich zu bleiben und gleichzeitig flexibel auf Wünsche zu reagieren.

Ein häufiges Missverständnis betrifft das Wort "service." Deutsche Mitarbeiter übersetzen "Zimmerservice" oft wörtlich als "room service." Im Englischen bezieht sich "room service" jedoch auf Essen, das aufs Zimmer geliefert wird. Für die Zimmerreinigung sagt man "housekeeping." Solche Nuancen können Verwirrung stiften und sollten frueZeitig gelernt werden.

Auch die Kommunikation mit dem Rest des Teams findet häufig auf Englisch statt, besonders in internationalen Hotelketten. Begriffe wie "turndown service" (abendliches Herrichten des Zimmers), "occupied" (belegt), "vacant" (frei) und "out of order" (außer Betrieb) gehören zum täglichen Vokabular.

Englisch für Reiseleiter und Erzaehlkunst

Reiseleiter stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Eine trockene Aufzaehlung von Jahreszahlen und Fakten langweilt jede Gruppe. Die Kunst besteht darin, Geschichten zu erzählen, Humor einzusetzen und die Gruppe aktiv einzubinden.

Einleitende Sätze für Stadtfuehrungen:

Beim Erzählen von Geschichten über Sehenswuerdigkeiten kommen Formulierungen wie diese zum Einsatz:

Ein guter Reiseleiter nutzt Übergänge, um die Tour fließend zu gestalten: "Now, as we walk towards the cathedral, let me tell you about a fascinating event that took place here in 1848." (Während wir zur Kathedrale gehen, lassen Sie mich Ihnen von einem faszinierenden Ereignis erzählen, das hier 1848 stattfand.)

Humor ist ein maectiges Werkzeug, muss aber kultursensibel eingesetzt werden. Ein Witz über deutsches Bier kommt bei einer amerikanischen Gruppe vermutlich gut an. Ironie und Sarkasmus hingegen können bei Gaesten aus Asien oder dem Nahen Osten völlig anders ankommen als beabsichtigt.

Praktische Vokabeln für Reiseleiter umfassen "landmark" (Wahrzeichen), "heritage site" (Kulturerbestaette), "exhibit" (Ausstellungsstueck), "guided tour" (geführte Tour), "self-guided tour" (Tour auf eigene Faust), "admission fee" (Eintrittspreis), "souvenir shop" (Andenkenladen) und "photo opportunity" (Gelegenheit für Fotos).

Vergessen Sie nicht die Sicherheitshinweise: "Please watch your step" (Bitte achten Sie auf Ihre Schritte), "Stay behind the railing" (Bleiben Sie hinter dem Gelaender) und "The bus departs at 4 p.m. sharp" (Der Bus fährt pünktlich um 16 Uhr ab). Diese Ausdrücke können im Ernstfall entscheidend sein.

Umgang mit Beschwerden und schwierigen Situationen

Beschwerden gehören zum Alltag in der Hotellerie. Kein Hotel ist perfekt, und selbst die besten Haeuser erleben Situationen, in denen Gäste unzufrieden sind. Die Art und Weise, wie Sie mit einer Beschwerde umgehen, kann den Unterschied zwischen einem verlorenen Gast und einem treuen Stammkunden ausmachen.

Die goldene Regel lautet: Zuhören, sich entschuldigen, eine Lösung anbieten. Auf Englisch bedeutet das:

  1. Listen: Lassen Sie den Gast ausreden. Unterbrechen Sie nicht.
  2. Acknowledge: "I completely understand your frustration." (Ich verstehe Ihre Frustration vollkommen.)
  3. Apologize: "I sincerely apologize for the inconvenience." (Ich entschuldige mich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten.)
  4. Act: "Let me see what I can do to make this right." (Lassen Sie mich sehen, was ich tun kann, um das in Ordnung zu bringen.)
  5. Follow up: "I'll personally make sure this is resolved within the hour." (Ich werde persönlich dafür sorgen, dass dies innerhalb einer Stunde gelöst wird.)

Typische Beschwerden und passende Antworten:

Wichtig ist der Tonfall. Auch wenn ein Gast laut oder unhoefalich wird, müssen Sie ruhig und professionell bleiben. Sätze wie "I understand this is frustrating" oder "You have every right to be upset" zeigen Empathie, ohne die Schuld direkt zu übernehmen.

Vermeiden Sie Formulierungen, die abweisend wirken: "That's not my department" oder "There's nothing I can do." Stattdessen sagen Sie: "Let me find the right person to help you" oder "Let me explore all options to resolve this." Der Gast muss das Gefühl haben, dass sein Anliegen ernst genommen wird.

In extremen Fällen, etwa bei einem medizinischen Notfall oder einem Sicherheitsproblem, brauchen Sie spezielle Ausdrücke: "Please remain calm" (Bitte bleiben Sie ruhig), "An ambulance is on its way" (Ein Krankenwagen ist unterwegs) und "We are following our emergency protocol" (Wir folgen unserem Notfallprotokoll).

Telefon- und E-Mail-Kommunikation im Hotel

Telefonate und E-Mails erfordern besondere sprachliche Präzision, denn Ihnen fehlt die Körpersprache als Hilfsmittel. Am Telefon können Missverständnisse schneller entstehen, und in E-Mails muss der Ton stimmen, ohne dass ein Lächeln die Worte begleitet.

Für Telefonate an der Rezeption gelten folgende Grundregeln:

Bei E-Mails kommt es auf den richtigen Ton an. Eine Bestaetigungsmail könnte so aussehen:

"Dear Mr. Williams, Thank you for your reservation. We are pleased to confirm your booking for a Superior Double Room from April 5 to April 8, 2026. Your room includes breakfast, complimentary Wi-Fi, and access to our wellness area. Should you have any special requests, please do not hesitate to contact us. We look forward to welcoming you. Kind regards, [Name], Front Office Team."

Wichtige Formulierungen für E-Mails umfassen "Thank you for your inquiry" (Vielen Dank für Ihre Anfrage), "Please find attached" (Im Anhang finden Sie), "We would be delighted to accommodate your request" (Es würde uns freuen, Ihrer Bitte nachzukommen) und "Do not hesitate to reach out" (Zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden).

Ein häufiger Fehler deutscher Muttersprachler in englischen E-Mails ist die woertliche Übersetzung von "Mit freundlichen Gruessen" als "With friendly greetings." Die korrekte englische Entsprechung ist "Kind regards," "Best regards," oder in formelleren Fällen "Yours sincerely."

Auch die Betreffzeile verdient Aufmerksamkeit. "Reservation Confirmation" ist klar und professionell. "Your booking" klingt persönlicher und etwas weniger formell. Vermeiden Sie vage Betreffzeilen wie "Question" oder "Hello," da diese unprofessionell wirken und im Postfach des Gastes untergehen können.

Telefongespraeche sollten Sie regelmäßig üben. Bitten Sie einen Kollegen, einen schwierigen Anrufer zu spielen. Je öfter Sie typische Telefondialoge durchspielen, desto sicherer werden Sie, wenn ein echter Anruf kommt.

Kulturelle Sensibilität und internationale Gäste

In einem internationalen Hotel treffen täglich Gäste aus völlig unterschiedlichen Kulturkreisen aufeinander. Was in einer Kultur als höflich gilt, kann in einer anderen als unhoefalich empfunden werden. Englisch ist zwar die gemeinsame Sprache, doch die Art, wie Sie es einsetzen, sollte kulturell angepasst sein.

Amerikanische Gäste schätzen in der Regel einen freundlichen, etwas informelleren Ton. "Hi there! How can I help you today?" wird als warmherzig empfunden. Britische Gäste bevorzugen häufig eine etwas formellere Ansprache: "Good afternoon, sir. How may I assist you?" Gäste aus Japan oder Südkorea legen großen Wert auf Respekt und Formalität. Hier ist ein leichtes Kopfnicken und eine ruhige, deutliche Sprechweise angemessen.

Einige praktische Tipps für den Umgang mit internationalen Gaesten:

Religiöse Bedürfnisse verdienen besondere Aufmerksamkeit. Muslimische Gäste fragen möglicherweise nach der Gebetsrichtung (Qibla) oder nach Halal-Optionen im Restaurant. Juedische Gäste können nach koscheren Mahlzeiten fragen. Hinduistische Gäste sind möglicherweise Vegetarier. Auf Englisch könnten diese Anfragen so klingen: "Could you tell me which direction Mecca is?" oder "Do you have any vegetarian options?" Bereiten Sie sich auf solche Fragen vor und wissen Sie, wohin Sie den Gast verweisen können.

Auch Trinkgeldkultur variiert stark. In den USA ist Trinkgeld fast obligatorisch und liegt bei 15 bis 20 Prozent. In Japan hingegen wird Trinkgeld als unhoefalich angesehen. Wenn ein amerikanischer Gast fragt "Is the tip included?", sollten Sie eine klare Antwort haben.

Kulturelle Sensibilität lässt sich nicht aus einem Buch lernen. Sie erfordert Neugier, Offenheit und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Jeder Gast, den Sie betreuen, bringt Ihnen etwas Neues bei.

Rollenspiel-Szenarien für die tägliche Praxis

Theorie ist wichtig, doch erst durch praktische Übung wird Sprachwissen zu echter Sprachkompetenz. Rollenspiele sind eine der effektivsten Methoden, um Englisch für die Hotellerie zu trainieren. Sie simulieren reale Situationen und bereiten Sie auf das Unerwartete vor.

Hier sind fünf Szenarien, die Sie mit einem Kollegen oder Lernpartner durchspielen können:

Szenario 1: Der ueberraschte Gast Ein Gast kommt an und behauptet, eine Reservierung zu haben, die im System aber nicht zu finden ist. Üben Sie: "I'm sorry, but I'm unable to find your reservation under that name. Could you provide the confirmation number? In the meantime, let me check what rooms are available."

Szenario 2: Der anspruchsvolle Feinschmecker Ein Gast im Restaurant hat zahlreiche Sonderwuensche: glutenfrei, laktosefrei, keine Zwiebeln, extra Zitrone. Üben Sie, wie Sie geduldig und freundlich reagieren: "Absolutely, I'll make sure the kitchen knows about your dietary requirements. We want you to enjoy your meal without any concerns."

Szenario 3: Der verspaetete Bustransfer Sie sind Reiseleiter und der Bus hat Verspätung. Die Gruppe wird unruhig. Üben Sie beruhigende Kommunikation: "I understand this is frustrating, and I appreciate your patience. The bus will be here in approximately 15 minutes. In the meantime, you're welcome to browse the shops nearby."

Szenario 4: Die Zimmerbeanstandung Ein Gast ruft an und beschwert sich, dass das Zimmer nicht gereinigt wurde. Üben Sie: "I sincerely apologize for this oversight. I'll send our housekeeping team to your room within the next ten minutes. May I also offer you a complimentary drink at our bar while you wait?"

Szenario 5: Der medizinische Notfall Ein Gast im Wellnessbereich fühlt sich unwohl. Üben Sie ruhige, klare Kommunikation: "Please try to stay calm. I'm going to call our on-site medical team. Can you tell me if you have any known medical conditions or allergies?"

Beim Rollenspiel ist es wichtig, dass der "Gast" nicht immer kooperativ ist. Realistische Übungen beinhalten auch schwierige Persönlichkeiten: Gäste, die schreien, Gäste, die alles besser wissen, und Gäste, die kein Wort Englisch sprechen. Je vielfaeltiger die Szenarien, desto besser sind Sie auf den Arbeitsalltag vorbereitet.

Nehmen Sie Ihre Rollenspiele auf und hören Sie sich die Aufnahmen an. So erkennen Sie Schwachstellen in Ihrer Aussprache, Ihrem Wortschatz und Ihrer Reaktionsgeschwindigkeit.

Häufige Fehler von Hotelmitarbeitern im Englischen

Selbst erfahrene Hotelmitarbeiter machen im Englischen wiederkehrende Fehler. Viele davon sind auf den deutschen Spracheinfluss zurückzuführen. Wenn Sie diese Fehler kennen, können Sie sie gezielt vermeiden.

Falsche Freunde (False Friends): Das deutsche Wort "aktuell" wird oft als "actually" übersetzt, obwohl es "current" bedeutet. "Chef" bedeutet im Englischen "Kuechenchef," nicht "Vorgesetzter" (das wäre "boss" oder "manager"). "Bekommen" wird faelschlicherweise als "become" übersetzt, obwohl die korrekte Übersetzung "get" oder "receive" lautet. Stellen Sie sich vor, ein Rezeptionist sagt zu einem Gast: "You will become a receipt." Der Gast wäre zu Recht verwirrt.

Ueberhoeflichkeit: Deutsche neigen dazu, im Englischen uebermaessig formell zu sein. "I would like to kindly ask you whether it would perhaps be possible to..." ist zu lang und umständlich. "Could I ask you to..." reicht völlig aus.

Artikel- und Praepositionsfehler: "I pick you up at the airport" statt "I'll pick you up at the airport." Das fehlende "will" verändert die Bedeutung. Oder: "The hotel is in the city center" ist korrekt, während "The hotel is at the city center" falsch klingt.

Aussprache-Klassiker: Das englische "th" bleibt für viele Deutsche eine Herausforderung. "Three" wird zu "sree," "the" wird zu "ze." Auch die Betonung ist wichtig: "ho-TEL" statt "HO-tel," "re-CEIPT" statt "RE-ceipt."

Direkte Übersetzungen: "It gives" als Übersetzung von "es gibt" funktioniert im Englischen nicht. Korrekt ist "there is" oder "there are." "I wish you a pleasant stay" ist korrekt, aber "I wish me to help you" ist falsch. Hier würde man sagen: "I'd like to help you."

Weitere häufige Fehler:

Der beste Weg, diese Fehler zu beseitigen, ist systematisches Feedback. Bitten Sie englischsprachige Kollegen, Sie zu korrigieren, oder arbeiten Sie mit einem Sprachcoach, der Branchenerfahrung hat.

Zertifikate und Karrierewachstum in der Hotellerie

Englischkenntnisse öffnen in der Hotellerie Türen, die ohne sie verschlossen bleiben würden. Doch wie weisen Sie Ihre Sprachkompetenz gegenüber Arbeitgebern nach? Zertifikate sind der Schlüssel.

Die gängigsten Englisch-Zertifikate für die Hotellerie:

Ein Zertifikat allein macht noch keinen guten Hotelier. Doch in Kombination mit Berufserfahrung zeigt es Arbeitgebern, dass Sie in Ihre berufliche Entwicklung investieren. In Bewerbungsgesprächen können Sie sagen: "I hold a Cambridge C1 Advanced certificate, and I've been using English daily in a front-office role for three years." Das ist überzeugend.

Karrieremöglichkeiten, die sich mit guten Englischkenntnissen eröffnen, umfassen Positionen bei internationalen Hotelketten wie Marriott, Hilton oder Accor, Arbeitsplaetze auf Kreuzfahrtschiffen, Jobs in der Eventplanung für internationale Konferenzen und Führungspositionen in der Tourismusbranche.

Auch Gehälter steigen mit nachgewiesenen Sprachkenntnissen. In Führungspositionen ist der Unterschied noch deutlicher.

Planen Sie Ihre Sprachentwicklung strategisch. Setzen Sie sich klare Ziele: In sechs Monaten das B2-Niveau erreichen, in einem Jahr die C1-Prüfung ablegen. Kombinieren Sie Kursbesuche mit Selbststudium und praktischer Anwendung am Arbeitsplatz. So bauen Sie Schritt für Schritt eine Sprachkompetenz auf, die Ihre Karriere nachhaltig vorantreibt.

Häufige Fragen

Welches Englischniveau brauche ich für die Arbeit in der Hotellerie?

Die meisten Arbeitgeber in der Hotellerie erwarten mindestens ein B1-Niveau (Mittelstufe) für gaestebezogene Positionen. Rezeptionisten und Concierges benötigen oft B2 oder höher, da sie komplexe Anfragen, Beschwerden und Telefonkommunikation bewältigen. Einstiegspositionen im Housekeeping können mit A2 auskommen, aber der berufliche Aufstieg erfordert stärkere Fähigkeiten.

Wie lange dauert es, Englisch für die Hotellerie zu lernen?

Wenn Sie bereits ein allgemeines A2-Niveau haben, können Sie in etwa 8 bis 12 Wochen gezielten Lernens einen soliden Wortschatz für die Hotellerie aufbauen. Ein spezialisierter Kurs, der branchenspezifisches Vokabular mit Rollenspieluebungen kombiniert, bereitet Sie schneller auf den Beruf vor als allgemeines Englischlernen.

Gibt es offizielle Zertifikate für Englisch in der Hotellerie?

Ja. Cambridge bietet das B1 Business Preliminary und das B2 Business Vantage an, beide im Hotelsektor anerkannt. IELTS-Ergebnisse werden von internationalen Hotelketten weitgehend akzeptiert. Einige Branchenverbaende bieten ebenfalls spezialisierte Zertifikate an, und viele Arbeitgeber schätzen jeden anerkannten Nachweis der Englischkenntnisse.

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